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Weitere Strompreiserhöhungen ab 2005!

Der Stromkonzern Vattenfall-Europe plant weitere Strompreiserhöhungen ab 2005 für die nördlichen und östlichen Bundesländer.
Grund für die geplanten Preiserhöhungen ist nach Angaben von Vattenfall die politisch geforderte Einspeisung von Windenergie in Höchstspannungsnetze.
Laut Vattenfall können Aufwendungen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetz ( EEG ) auch durch „stark gesunkene interne Kosten“ nicht mehr aufgefangen werden. Nach dem EEG sind Netzbetreiber verpflichtet, den produzierten Windstrom in ihr Netz einzuspeisen und weiterzuleiten.
Vattenfall Europe hatte Anfang Juni seine Netzkunden auf Preiserhöhungen für die Nutzung des Höchstspannungsnetzes ab 2005 hingewiesen.
Der von der Bundesregierung geförderte Ausbau von Windenergie führt bei den Konzernen E.ON und Vattenfall nach eigenen Angaben zu Zusatzkosten von mehr als 2,3 Milliarden Euro bis 2011.
Quelle: vattenfall-presseinfo

Die Energieunternehmen HEW in Hamburg und BewAG in Berlin ( Tochterunternehmen von Vattenfall ) planen eine Anhebung ihrer Strompreise von 4 – 6 Prozent zum 1. Januar 2005. Für Haushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 KW/h/Jahr bedeutet dies eine Mehrbelastung von 2 – 3 Euro/Monat.
Nach Angaben von Vattenfall sind die Strompreiserhöhungen notwendig geworden u.a. durch hohe Strombezugspreise an der Strombörse EEX in Leipzig. Die Preise sind an der Strombörse in den letzten 12 Monaten um 40 Prozent gestiegen.
Eine endgültige Entscheidung über die Preiserhöhung liegt bei den zuständigen Preisaufsichtsbehörden.
Quelle: vattenfall – Pressemitteilung 03.09.04

Das Bundesumweltministerium kritisiert die geplanten Preiserhöhungen.
Der Verband der großen industriellen Stromverbraucher ( VIK ) fordert die Einführung eines handlungfähigen Regulierers für den Strom- und Gasmarkt. Zum 01.07.2004 sollte nach EU-Vorgaben eine Aufsichtsbehörde in Deutschland geschaffen werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte dies durch Verzögerungen beim Energiewirtschaftgesetzes verhindert. Die Monopolkommission kritisierte die Bundesregierung und deren Einflußnahme durch staatliche Förderung von Großkonzerne wie Eon, Ruhrgas, Vattenfall und EnBW.
Regionale Energieunternehmen haben bereits eine Weitergabe der erhöhten Kosten angekündigt.
Der Regionalversorger E.DIS ( E.ON Tochterunternehmen ) erklärte eine Anhebung der eigenen Preise werde sich nicht vermeiden lassen. Laut dem Energiedienstleister für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ( 1,3 Millionen Kunden ) sind die Strompreise aller Anbieter auf gleichem Niveau. Durch den Wechsel eines Stromlieferanten spart der Verbraucher kein Geld mehr. Nach Angaben von E.DIS verfügen alle Anbieter über ähnliche Kostenstrukturen und Preiskalkulationen unterscheiden sich kaum noch voneinander.
Nach Angaben des bundesweiten Stromanbieters Lichtblick (Hamburg), sind die Entgelte für die Stromdurchleitung um 20-30 Prozent zu hoch. Haushalte und Gewerbe zahlen aus der eigenen Tasche für die Gewinne der großen Stromkonzerne.
Quelle: FTD 12.07.04, Tagesspiegel 13.07.04, vattenfall.de,e.dis 2/04


Gestiegene Energiepreise geben Unternehmen an Verbraucher weiter!

Bahn fahren wird teurer
Die Bahn AG plant weitere Preiserhöhungen.
Ab 15. Dezember 2004 sollen Tickets im Fernverkehr für ICE und Intercity um 3,5 Prozent teurer werden.
Preismaßnahmen im Nahverkehr sollen laut Bahn AG noch geprüft werden.
Grund für die Preiserhöhungen sind laut Bahn AG gestiegene Energiekosten.
Quelle: FTD/Tagesspiegel- 09.09.04, MAZ- 11.04.04

Fliegen wird teurer
Seit dem 1. September 2004 wird für Flüge mit der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften eine Servicegebühr zusätzlich zum Ticketpreis erhoben. Diese Servicepauschale war bisher im Ticketpreis enthalten. Die Fluggesellschaften hatten den Reisebüros ( Vertrieb ) für den Ticketverkauf eine Provision gezahlt. Diese Provision ist nun von den Fluggesellschaften gestrichen worden.
Durch höhere Ölpreise steigt auch der Preis für Kerosin.
Seit dem 24.August 2004 müssen Kunden der Lufthansa einen "Kerosinzuschlag" in Höhe von 2 Euro pro Ticket für Kurz- und 7 Euro für Langstreckenflüge zahlen.
Deutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin, die Düsseldorfer LTU und Condor ( Thomas Cook ) planen Ende 2004 eine Anhebung der Ticketpreise. Air Berlin plant vom Winterflugplan an, 6 bis 9 Euro je Platz von den Reiseveranstaltern mehr zu verlangen.
Luftfrachtunternehmen passen entsprechend die Preise im internationalen Transportgeschäft an den Rotterdamer Flugbenzin-Index an.
Quelle: Finanztest- 10/2004, Berliner Morgenpost- 10.08.04

Auto fahren wird teurer
Nach Angaben des MWV ( Mineralölwirtschaftsverband ) stieg der Benzinpreis im Juli 2004 auf den zweithöchsten Stand aller Zeiten. Superbenzin kostete im Schnitt 1,174 Euro.
Grund für höhere Benzinpreise sind nach Angaben der Mineralölkonzerne die gestiegenen Ölpreise. Der Automobilclub ADAC kritisiert die gestiegenen Preise jeweils vor "Urlaubsbeginn".
PKW-Preise in Deutschland sind in den vergangenen 12 Monaten im Schnitt um 2,7 Prozent gestiegen.
Quelle: MAZ - 03.08.04, 11.09.04- eurocarprice

Fährverkehr im Norden wird teurer
Norddeutsche Reedereien haben die Preise für den Fährenbetrieb erhöht. Einen „Treibstoffzuschlag“ verlangen u.a. die deutsch-dänische Reederei Scandlines, die schwedische Stena Line und die TT-Line. Für jedes Auto und Motorrad zahlen Passagiere von Scandlines für die Überfahrt Puttgarden-Rødby 2,50 EUR mehr.
Die norwegische Color-Line verlangt keinen Zuschlag.
Quelle: ndr.de- 21.09.04

Steigende Energiepreise sind Kostenbelastungen für Haushalte und Unternehmen!
Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent. Für leichtes Heizöl müssen Verbraucher 24,6 Prozent und für Kraftstoffe 8,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr!

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