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Lebenshaltungskosten immer teurerIm Juni und Juli 2008 stiegen die Verbraucherpreise in Europa um 4,0 Prozent- und damit so stark wie noch nie seit Gründung der Währungsunion 1999.Der Weltmarktpreis von Rohöl stieg von 88 Dollar pro Barrel Anfang Februar auf 145 Dollar pro Barrel Ende Juli- ein Anstieg von 66 Prozent. Energie und Nahrungsmittel verteuern die Lebenshaltungskosten in Deutschland immer weiter. Im Mai, Juni und Juli 2008 zogen die Preise für Heizöl und Kraftstoffe massiv an. Die Teuerung betrug bei Heizöl auf Jahressicht um mehr als 50 Prozent und bei Benzin und Diesel um rund 13 Prozent. Innerhalb eines Monats, mussten Verbraucher zwölf Prozent mehr für Heizöl und 5 Prozent mehr für Kraftstoffe zahlen. Der Preisanstieg von Nahrungsmitteln ist im Jahresvergleich bereits seit November 2007 höher als sieben Prozent und hat sich im Mai 2008 auf 7,5 Prozent beschleunigt. Die Importpreise für Erdgas zogen um 33,2 Prozent an. Der rasante Anstieg der Energiekosten ist Hauptverursacher der hohen Teuerungsraten. Die Preise für Strom haben sich im Jahresvergleich um zwölf Prozent erhöht. Verbraucher müssen bei Gas im gleichen Zeitraum rund 40 Prozent mehr zahlen. Im 5-Jahresvergleich hat sich der Gaspreis verdoppelt. Die Preise im Großhandel waren im Juli so stark gestiegen wie seit 27 Jahren nicht mehr. Diese Teuerungen versuchen Unternehmen an Verbraucher weiterzugeben. Gestiegene Dieselpreise zwischen fünf und zehn Prozent führen zu Mehrkosten in der Transportbranche und werden durch Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen ausgeglichen. Konsumgüter wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Küchenherde, Waschmittel, Kleber, Kosmetika könnten im Herbst um vier bis sechs Euro teurer werden. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) und das Bundeskartellamt rechnen auch im Jahr 2008 insgesamt erneut mit steigenden Preisen. Anstieg der Großhandelspreise im Jahresvergleich 2007/2008
Inflation Deutschland 2008
* Preisstabilität sieht die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten knapp unter zwei Prozent gewährleistet.
Die Spritpreise in Deutschland hatten im Juni einen neuen Höchststand erreicht. Superbenzin kostete am 27.06.08= 1,58 Euro pro Liter. Für 1 Liter Diesel mussten Verbraucher 1,53 Euro zahlen. Ein Barrel (159 Liter) Leichtöl kostete zeitweise mehr als 143 Dollar (90,81 Euro). Mitte Juli 2008 kostete ein Fass Leichtöl 147 Dollar (99,55 Euro) und war damit so teuer wie nie zuvor. Im August sind die Preise für Benzin und Diesel merklich gefallen. Der Liter Benzin kostete im Monatsdurchschnitt 1,47 Euro je Liter. Im August 2007 kostete Benzin knapp 1,35 Euro und Diesel weniger als 1,16 Euro je Liter. Die Talfahrt des Rohölpreises hatte im Dezember 2008 den Tiefststand erreicht. Der Preis lag unter 41 Dollar pro Fass (159 Liter). Experten gehen davon aus, dass erst Mitte 2009 die Rohölpreise wieder ansteigen. Der Euro hatte im April 2008 einen Höchststand von 1,60 Euro erreicht und sank im Oktober 2008 auf einen Tiefststand von 1,25 Euro.
Arbeitnehmern bleibt nach Abzug von Sozialbeiträgen und Lohnsteuern immer weniger zur Verfügung. Im 1.Quartal 2008 stiegen Sozialbeiträge um 4,1 Prozent und die Lohnsteuer um 3,1 Prozent. Die Realeinkommen der am geringsten verdienenden Arbeitnehmer ist in der Zeit zwischen 1995 bis 2006 um fast 14 Prozent gesunken.
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