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Energieversorger erhöhen Strompreise zum 01.07.07 -
Weitere Preiserhöhungen bei Strom und Gas geplant

Verbraucherhaushalte in Deutschland müssen auch im Jahr 2008 mit weiter steigenden Strom- und Gaspreisen rechnen

Die Energiekonzerne Vattenfall (Berlin und Hamburg), der Frankfurter Versorger Mainova, die Stadtwerke Düsseldorf und die Envia Mitteldeutsche Energie AG in Brandenburg haben ihre Grundversorgungstarife zum 01.Juli 2007 um durchschnittlich 8 Prozent erhöht. Die Stadtwerke Weißenfels in Sachsen-Anhalt verteuerten den Strom um 34 Prozent. Haushalte mit 4 000 KWh Stromverbrauch zahlen bei diesem Anbieter im Grundversorgungstarif fast 1 100 Euro. Durchschnittlich zahlen Verbraucher 815 Euro.

Mindestens 126 Stromversorger kündigten höhere Preise ab 01. Juli bzw. 01. August 2007 an. Grund für die aktuellen Preiserhöhungen sind nach Angaben von Experten die Abschaffung der Preisaufsicht zum 1. Juli 2007. Bisher mussten die Stromversorger sich alle Erhöhungen ihrer Grundversorgungstarife von der jeweiligen Landesbehörde genehmigen lassen.
Quelle: FAZ 30.06.07, Verivox.de- 01.07.07

Höhere Strompreise prognostiziert
Die Beratungsgesellschaft A.T. Kearney prognostiziert mittelfristig steigende Kosten auf Netzentgelte.
Für Haushalte könnte sich unter Berücksichtigung der steigenden Netzkosten und der Zunahme der EEG-Belastung (Erneuerbare-Energien-Gesetz) bis zum Jahr 2020 eine Strompreiserhöhung von vier bis neun Prozent ergeben.
Quelle: energate.de/news/ Pressemitteilung v. 04.07.07

Der Energiekonzern E.ON plant für 2008 eine Anhebung der Netzentgelte
E.ON begründete die geplanten Entgelt-Erhöhungen mit höheren Kosten bei der Strombeschaffung zum Ausgleich von Netzverlusten oder in Folge des Erneuerbare-Energien-Gesetz. Investitionen in Wartung und Instandhaltung der Netze sind nach Angaben von E.ON gestiegen. Es werden außerdem Kosten geltend gemacht, die von der Netzagentur im Vorjahr nicht genehmigt worden seien.
Die grßte deutsche Ferngasgesellschaft E.ON Ruhrgas (100%ige Tochter von E.ON AG) hatte im Jahr 2006 mit einem Absatz von 710 Milliarden Kilowattstunden Erdgas einen neuen Absatzrekord. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 600 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro, der Umsatz nahm um 39 Prozent auf 25 Milliarden zu.
Quelle: MAZ- 24.05./26.06.07, eon-ruhrgas.de- Kennzahlen

Gasabsatz durch milden Winter gesunken
Der Gasabsatz bei Stadtwerken und Gasversorgern ist im Winter 2006/2007 schätzungsweise um 25 bis 30 Prozent zurückgegangen. Für viele Stadtwerke sind Erlöse aus dem Gasgeschäft die wichtigste Einnahmequelle. Aus den Gewinnen der Stadtwerke finanzieren Kommunen oft Ausgaben für den Nahverkehr oder Schwimmbäder. Nach Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lagen die Gasimporte im Januar 2007 um 29,2 Prozent unter dem Wert von Januar 2006. Der Gasabsatz hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2007- in der Regel die kälteste und verkaufsstärkste Jahreszeit- um ein Fünftel unter den Vorjahreswerten gelegen.
In Deutschland war es noch nie so warm wie in den vergangenen zwölf Monaten. Zwischen Juni 2006 und Mai 2007 lag die Durchschnittstemperatur nach Untersuchungen des Potsdam Instituts für Klimaforschung (Pik)* bei 11,7 Grad. Das sind drei Grad mehr als in jedem anderen 12-Monats-Zeitraum seit Beginn der meteorologischen Messreihen 1893 in Potsdam.
Quelle: FAZ- 07.04.07, MAZ 05.07.07, pik-potsdam.de- Pressemitteilung

*Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen globaler Wandel , Klimawirkung und Nachhaltige Entwicklung. Im PIK arbeiten Natur- und Sozialwissenschaftler zusammen, um den globalen Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen zu untersuchen.

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